Die Kinderpatenschaften werden künftig anonym gehandhabt


Liebe Kinderpaten, gerne erklären wir Ihnen folgend die Gründe dafür:

 

Die zuständigen Ämter in Burkina Faso haben dem Zentrum für Kinder in Not LSI neue Auflagen unterbreitet. Die Kinder sollen künftig kurzfristiger im Zentrum bleiben, da der enge Kontakt zur eigenen Verwandtschaft für die Entwicklung der Kinder sehr wichtig ist. Auch wenn ein Kind Vollwaise ist, hat es einen Onkel, eine Tante, Cousins oder ältere Geschwister, die die Verantwortung übernehmen können. Der LSI-Psychologe ist ebenfalls der Meinung, dass die Kinder in der Vergangenheit zu lange in LSI geblieben sind und sich zu sehr an das Leben im Zentrum und ihre Ersatzmütter gewöhnt haben. Die Rückführung in den Familienverband verlief deshalb nicht immer problemlos. Die leitenden Ordensschwestern sind daher in Zukunft bemüht, die Kinder nur solange im Zentrum zu behalten, wie notwendig. Nach spätestens zwei oder drei Jahren werden sie, wie es die Ämter neu vorschreiben, wieder in ihren Familienverband integriert und bei Bedarf weiterhin von den Ordensschwestern begleitet. Selbstverständlich nimmt auch unser Verein die Verantwortung wahr und unterstützt die Kinder auch nach ihrer Zeit im Zentrum mit Schülerpatenschaften, um ihnen eine erfolgreiche Zukunft zu ermöglichen. Ein Kind, dessen Familienverhältnisse sehr kompliziert sind, kann natürlich auch künftig länger in LSI bleiben. Es werden aber nur noch Einzelfälle sein. Für verstossene Kinder ohne jeglichen Familienanschluss werden weiterhin national oder international Adoptiveltern gesucht, um auch ihnen ein Familienleben zu ermöglichen. Mit dem neuen System hat LSI grössere Kapazitäten für Notfälle und kann somit noch mehr Kinderleben retten.

 

Wir können die neuen Richtlinien nachvollziehen und stehen voll und ganz dahinter. Auch die Ordensschwestern begrüssen die Änderungen und sind nun dabei, diese Schritt für Schritt in die Praxis umzusetzen. Dabei erhalten sie Unterstützung vom LSI-Psychologen und unserer Projektbetreuerin Alexandra Jehle, die vor Ort in Burkina Faso ist und das Zentrum schon seit einiger Zeit begleitet.

 

Das neue System bringt auch Veränderungen in der Administration mit sich. Es wäre für unseren Verein viel Aufwand, die Paten dauernd über die Ein- und Austritte der Kinder zu informieren und neue Kinder zuzuteilen. Wir glauben auch, dass dies nicht unbedingt im Sinne der Paten wäre. Ausserdem möchten wir den Verwaltungsaufwand und somit die Verwaltungskosten so gering wie möglich halten und steigen deshalb auf anonyme Kinderpatenschaften um. Dies Entspricht auch den Richtlinien von Zewo (Schweizerische Zertifizierungsstelle für gemeinnützige Spenden sammelnde Organisationen).

 

Mit dem Jahresbericht 2016 erhalten alle unsere Kinderpaten ein letztes Mal einen persönlichen Brief mit aktuellem Foto ihres Patenkindes. Künftig werden wir mehr allgemeine Informationen zum Zentrum LSI und dessen Bewohner im Jahresbericht veröffentlichen. Wir hoffen auf Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung, um den vielen Kindern in Not weiterhin effizient helfen zu können. Falls Sie nicht einverstanden sind mit der anonymen Kinderpatenschaft und unseren Verein lieber auf andere Weise unterstützen möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

> 23.04.2019

Artikel über die Verwendung der Spenden der Gemeinde Schaan

> 12.03.2019

Wir haben ab sofort eine neue Zustelladresse

> 08.03.2019

Bericht zur GV vom 27.02.2019

> 22.02.2019

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