Förderprogramm Sourou


Das Bild zeigt eine Dorfbewohnerin, die den Schwestern bei der Landwirtschaft hilft (Fotos: Sr. Véronique)
Das Bild zeigt eine Dorfbewohnerin, die den Schwestern bei der Landwirtschaft hilft (Fotos: Sr. Véronique)
Schwester Véronique
Schwester Véronique

Sr. Véronique Kansono leitete 12 Jahre lang unser grösstes Projekt, das Zentrum für Kinder in Not LSI. Im Jahr 2012 wurde sie vom Orden in das Dorf Nyassan versetzt, um sich der Not leidenden Bevölkerung an der Grenze zu Mali anzunehmen. In der Provinz Sourou gibt es weder fliessend Wasser noch Strom und die Menschen sind extrem arm, was Sr. Véronique so selbst noch nicht gesehen hat: „Ich bin in Burkina geboren und aufgewachsen und habe während meiner 40-jährigen Arbeit als Schwester vieles gesehen. Dann bin ich nach Sourou gekommen – ich wusste nicht, dass es so ein Burkina gibt. Es handelt sich wirklich um die ‚hinterletzten’ und vergessenen Dörfer von Burkina Faso.“  Der nächstgelegene Markt beispielsweise befindet sich 30 km von Nyassan entfernt und findet alle fünf Tage statt. Weiterführende Schulen liegen 42 bzw. 110 km entfernt. Die Menschen der Provinz Sourou sind so arm, dass einige Frauen aufgrund von Unterernährung keine Muttermilch produzieren und den Kleinkindern deshalb Ziegenmilch verabreichen müssen.

 

Sr. Véronique und ihre beiden Mitschwestern in Nyassan leben als Selbstversorgerinnen. Sie bauen vor allem Mais und Zwiebeln in grossen Mengen an und verkaufen diese auf dem Markt. Andere Aktivitäten wie die Herstellung von selbstgemachten Seifen oder typisch burkinischen Gewürzen generieren weitere Einnahmen, um Kinder, Frauen, Alte und Kranke zu unterstützen. Zudem konnten die Schwestern im Jahr 2016 eine kleine Fischzucht in Zusammenarbeit mit einem anderen Verein realisieren und in Betrieb nehmen. Auch diese Einnahmen kommen der ganzen Kommune zugute.

 

In der Umgebung von Nyassan gibt es kaum Schulen, weshalb die Schwestern viele Kinder und Jugendliche finanziell unterstützen, damit sie die weiter entfernten Schulen besuchen können. Mit den Frauen haben sie Vereinigungen aufgebaut, welche jeweils 30-90 Mitglieder zählen und sich selbst Mikrokredite verleihen. Jede Frau zahlt jeden Monat einen Mitgliedschaftsbeitrag von rund 40 Rappen, wovon jeweils knapp 1 Rappen in einen Sozialfond fliesst. Dieser dient unter anderem zur finanziellen Unterstützung im Krankheits- oder Todesfall. Die Vereinigungen entscheiden jeweils gemeinsam, welche 4-5 Frauen einen Mikrokredit, beispielsweise für landwirtschaftliche Projekte, erhalten. Innerhalb von vier Monaten müssen die Frauen ihre Kredite zurückzahlen, damit wieder ein neuer Kredit vergeben werden kann. Für die Versorgung der Alten und Kranken hat Sr. Véronique ebenfalls eine Vereinigung gegründet. Zusammen mit diesen Mitgliedern kümmert sie sich um die Bedürftigen. Zu ihren Aufgaben zählen Besuche abzustatten, sie medizinisch und hygienisch zu versorgen, Mahlzeiten zuzubereiten, den Haushalt zu erledigen und so weiter.

 

Wir greifen den Schwestern in der Provinz Sourou finanzell unter die Arme und unterstützen sie in den Bereichen Ernährungssicherheit, Bildung und Gesundheit für die zahlreichen Dorfbewohner. Im Jahr 2018 möchten wir zudem einen mit einer Solarpumpe betriebenen Brunnen bauen. Damit ermöglichen wir den Einwohnern einerseits Zugang zu sauberem Trinkwasser. Andererseits verhelfen wir der Fischzucht zu einer höheren Produktivität und damit einem grösseren Gewinn.

 

 

> 24.01.2018

Neue Zustelladresse:

Verein für humanitäre Hilfe

c/o Katarzyna Hennchen

Franz-Josef-Oehri-Str. 19

FL-9493 Mauren

> 24.01.2018

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