Die Provinz Sourou liegt im Nord-Westen von Burkina Faso und grenzt an Mali. Die Dörfer gehören zu den vergessenen und abgeschiedenen Orten des Landes. Die Gegend ist ausserdem sehr trocken und es fehlt an allem. Schwester Véronique, die während sechs Jahren in Sourou tätig war, berichtet: „Ich bin in Burkina Faso geboren und aufgewachsen und habe während meiner 40-jährigen Arbeit als Schwester vieles gesehen. Dann bin ich nach Sourou gekommen – ich wusste nicht, dass es so ein Burkina gibt. Es handelt sich wirklich um die ‚hinterletzten’ Dörfer.“  Das nächste etwas grössere Dorf mit Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und einem Spital liegt rund 42 Kilometer entfernt. Die Dorfbewohnerinnen sind oft unter- und mangelernährt, weshalb viele kaum Muttermilch produzieren und ihren Kindern Ziegenmilch verabreichen müssen. Die Lebenssituation ist ohnehin schon sehr prekär und dann kommt noch hinzu, dass die Gegend seit 2017 zur roten Zone gehört und seit Anfang 2019 sogar der Notstand ausgerufen wurde. Zahlreiche Terroristen-Gruppen aus dem Sahelgebiet versuchen immer wieder über die Grenzgebiete ins Land einzudringen und so kommt es in der Umgebung regelmässig zu tödlichen Attacken auf das Grenzwachpersonal.

 

Die Ordensschwestern sind seit 1995 in der Provinz Sourou im Einsatz, wobei ihre Hauptaufgaben die Organisation, Begleitung und Animation der Gemeinschaft sind. Dabei wird ein besonderer Fokus auf die Frauen gelegt, so haben die Schwestern verschiedene Vereinigungen – beispielsweise für Witwen – gegründet. Weitere Vereinigungen übernehmen u.a. die Pflege von Kranken und Alten (Versorgung mit Nahrungsmittel und Hygieneprodukten, Körperpflege, Haushalt etc.).  Die Schwestern bieten ihnen zusätzlich moralische Unterstützung und stellen ihr Fahrzeug für Krankentransporte zur Verfügung. Sie setzen sich auch für Kinder und Jugendliche ein und begleiten diese in der menschlichen, sozialen und religiösen Bildung. Dies sind nur einige Beispiele der wertvollen Tätigkeiten der Schwestern. Wir bewundern und schätzen ihren grossen und selbstlosen Einsatz, weshalb wir ihnen seit 2012 finanziell unter die Arme greifen, damit sie die Not leidenden Dorfbewohnern in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Ernährungssicherheit fördern können. Dabei setzten wir voraus, dass die Gelder bedacht, nachhaltig und mit dem Hintergrund „Hilfe zur Selbsthilfe“ eingesetzt werden.

 

Die Schwestern leben als Selbstversorgerinnen. Sie betreiben Landwirtschaft und unterhalten eine kleine Fischzucht. Nach der Deckung des Eigenbedarfs werden Gemüse, Früchte und Fische verkauft, um mit den daraus resultierenden Gewinnen ihr Leben und die oben beschriebenen Tätigkeiten für das Gemeinwohl des Dorfes finanzieren zu können.


News aus dem Förderprogramm Sourou

>August 2019

Landwirtschaftliche Projekte

Dank unserer Unterstützung konnten diverse landwirtschaftliche Projekte, die zur Selbstversorgung des Dorfes beitragen, realisiert werden.


>Januar 2019

Motorrad für die Schwestern

Um ihre wertvollen Tätigkeiten für die Not leidenden Dorfbewohner der Provinz Sourou ausüben zu können, müssen die Schwestern mobil sein. Deshalb haben wir ein Motorrad finanziert, das für kürzere Wege dient. Für längere Strecken haben die Schwestern einen 23-jährigen Pickup, der dringend ersetzt werden sollte.


Bohrarbeiten
Bohrarbeiten

>August 2018

Brunnen mit Solarpumpe

Dank der Einnahmen unserer Spendenbitte an alle FL-Haushalte und einer Aktion am Eschner Jahrmarkt konnten wir einen mit einer Solarpumpe betriebenen Brunnen für das abgelegene Dorf Nyassan finanzieren. Je nach Saison und Sonneneinstrahlung können so täglich 15'000 bis 25'000 Liter Wasser gewonnen werden. Dieses dient als Trinkwasser, für landwirtschaftliche Projekte und für die kleine Fischzucht der Schwestern. Bisher gab es in der Gegend nur einfache Wasserlöcher, welche das Regenwasser auffangen. Das sind Produktionsstätten für Mückenlarven und die Wasserqualität ist so schlecht, dass die Menschen häufig daran erkrankt sind. Wir hoffen mit dem neuen Brunnen die Gesundheit der Dorfbewohner massgeblich verbessern und vor allem Kinder vor der für sie sehr gefährlichen Krankheit Cholera bewahren zu können.


>Dezember 2017

Schulgelder und Mikrokredite

Dank unserer Unterstützung im Jahr 2017 konnten die Schwestern u.a. Schulgelder für einige Kinder und Jugendliche bezahlen sowie Mikrokredite für landwirtschaftliche Projekte an Frauen vergeben.


News

>Juli 2020

Grosszügie Spende der Neue Bank AG

>Juni 2020

Internationaler Tag gegen Kinderarbeit

>April 2020

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